TEATRO INTERNATIONAL – Internationale Amateurtheatergruppe Ulm

Let’s talk about death, let’s talk about life

Impressionen von unserem Gesprächscafé mit Geschichten, Tango und der Musik von Latin Drum Circle auf der Terrasse des Restaurants Donauufer. Vielen Dank an alle, die mitgemacht haben bei diesem schönen und intensivem Nachmittag! Reden wir weiter über den Tod und das Leben!


Theaterpreis der Theatertage am See 2022 für Teatro International e.V.

Dr. Stefan Feucht, Kulturamtsleiter Bodenseekreis, überreicht Teatro International e.V. die Urkunde des Theaterpreises der 37. Internationalen Theatertage am See in Friedrichshafen für die Aufführung von „Das halbe Leben“. 
Bei dem Theaterfestival im Kulturhaus Caserne vom 24.-26.6. präsentierten Amateurtheatergruppen aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz ihre Produktionen zum Motto „Haltungen“.


<< endlich – ein Spiel mit dem Tod in 8 Akten >>

Hey, Tod, ich schau dir ins Gesicht …. und erkenne, dass ich endlich bin. Und jetzt?
Wir alle werden geboren und sterben. Das verbindet uns Menschen weltweit über
Kulturen und Grenzen hinweg.
Mitten im Leben holt Teatro International den Tod als Mitspieler auf die Bühne … umkreist ihn in Mythen, Geschichten und Bildern. Er bleibt der große Unbekannte.
Wenn er gekommen ist, sind wir nicht mehr da. Und vorher?

neugierig?


Vielen Dank allen Spender*innen im Ulmer Stadthaus bei den Aufführungen „Das halbe Leben“
Die Spenden für die geflüchteten Menschen aus der Ukraine gingen jeweils zur Hälfte an die „Aktion 100 000“ und an die UN-Flüchtlingshilfe.  

»Das halbe Leben« – Trailer


Ausgezeichnet!

14/06/2021 – TEATRO INTERNATIONAL in Ulm hat den Landesamateurtheaterpreis in der Kategorie »Theater mit soziokulturellem Hintergrund« gewonnen. Wie das baden-württembergische Wissenschaftsministerium mitteilte, zeichnet die Jury die Ulmer Inszenierung »Das halbe Leben« aus. Die Verleihung des mit 2.000 Euro dotierten Preises findet in November in Pforzheim statt.

Artikel in der Südwest Presse Ulm lesen …


Lamathea-Preis für Teatro International e.V. 

Pforzheim – 1. November 21

„Theatrale Weltgruppe“ ausgezeichnet mit dem Landesamateurtheaterpreis Baden-Württemberg

In einer feierlichen Preisverleihung im Kulturhaus Osterfeld überreichte Staatssekretärin Petra Olschowski, MdL, Teatro International e.V. aus Ulm den Landesamateurtheaterpreis des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst. 

Ausgezeichnet wurde die Amateurtheatergruppe für ihre Produktion „Das halbe Leben“ in der Kategorie Theater mit soziokulturellem Hintergrund. 

116 Bühnen aus Baden-Württemberg hatten sich in fünf Kategorien – für die Preise beworben. 

Sabine Brandes, Geschäftsführerin der Jugendkunstschulen in Baden-Württemberg hielt die folgende Laudatio zu „Das halbe Leben“. 

Lamathea 2021: Laudatio Das halbe Leben

Vor etwa sechs Jahren hat der User thxmxs245 folgende Frage gestellt: 

Guten Abend, ich würde gerne wissen, was der Spruch „Arbeit ist das halbe Leben“ bedeutet? Vielleicht kann mir jemand von euch gutefrage.net-Usern helfen?“

Er kriegt gleich sein Fett weg für diese Frage: Topnutzer Dandy100 schreibt aufgebracht: 

„Soll das ein Witz sein … Normalerweise arbeitet man acht Stunden täglich. ÜBERLEG MAL – ob das nicht eventuell das halbe Leben ist.“ 

Etwas genauer nachgerechnet hat Benito91, er schreibt: „Wenn du vom ganzen Tag 8 Stunden Schlaf abziehst, dann ist Rest 16 Stunden … acht davon geht man in der Regel arbeiten … Also, die Hälfte des (wachen) Lebens – Grinsezeichen.“

Verständnisvoll antwortet Saralovesyou, sie erklärt: „Also, man es entweder so verstehen, dass du die Hälfte arbeitest ODER dass Arbeit ein großer und wichtiger Bestandteil im Leben ist. Und somit dann das „halbe Leben“. Lieben Gruß. 

Seitdem haben 1287 Menschen die Frage aufgerufen, weil sie auch eine Unterstützung bei der Antwort haben wollten. 

Wenn sie in Ulm gelebt hätten, dann wäre es einfach gewesen, zumindest 2019, denn dann hätten sie in die wunderbare Inszenierung von DAS HALBE LEBEN des Teatro International gehen können. Die Inszenierung, die wir heute mit der Lamathea in der Kategorie Theater mit soziokulturellem Hintergrund auszeichnen. 

Teatro International wirft in seiner Szenencollage mit Tanz, Gesang und Musik, mit Geschichten und medialen Projektionen einen Blick auf die Arbeit heute und morgen. Warum arbeiten wir? Was ist gute Arbeit? Wie bestimmt sie im digitalen und globalen Zeitalter 4.0 unser Leben und unsere Identität? 

Diesen Fragen gehen die 13 Spielerinnen und Spieler aus 10 Ländern von Brasilien und Kuba über Finnland und West- und Osteuropa bis nach Thailand nach. 

In der durchdachten Regie (und Textfassung) von Claudia Schoeppl erfahren wir von anrührenden Einzelschicksalen, von brutalen Chefs, aber auch von solidarischem Miteinander und wildem Protest. 

Bei dieser intelligenten Inszenierung mit den sehr guten Einzelleistungen, steht trotzdem immer die Gruppenarbeit im Mittelpunkt. Nicht alle spielen auf demselben Niveau, aber die kluge Inszenierung macht daraus eine Stärke und lässt keinen zurück. 

Ein schöner Humor verbindet Szenen und Geschichten, es ist ein besonderer roter Faden, der aus dem Humor aus so vielen Ländern gewebt ist, und für diese im wahrsten Sinn theatrale Welttruppe steht. 

Was die Jury für diese Gruppe begeistert hat, war die klare Ästhetik und konzeptionelle Dichte und der sehr politische Angang, mit der dieses komplexe und gesamtgesellschaftlich wichtige Thema angegangen wurde. Die persönlichen Geschichten, die z.T. autobiografisch sind, werden auf eine Metaebene gehoben und dadurch stellt die Inszenierung Fragen, die wir uns alle stellen sollten: 

  • An welche Grenzen stoßen wir persönlich im System Arbeit?
  • Können wir das System verändern? Oder verändert es uns?
  • Was ist mit dem anderen halben Leben, das übrig bleibt, wenn das Arbeitshalbeleben zu Ende ist? 

Auf dem Programmheft hat die Gruppe das berühmte Bild von Leonardo Da Vinci adaptiert, der vitruvianische Mensch mit den idealen Proportionen. Die Aufführung erinnert uns daran, dass wir in Proportion bleiben sollten und und müssen und das halbe Leben Arbeit immer in einer guten Balance in unserem ganzen Leben halten sollten. Denn Dandy hat nicht recht, die 8 Stunden Arbeit sind weniger als das halbe Leben. 

Anlässlich der Preisverleihung zeigt Teatro International e.V. die Inszenierung DAS HALBE LEBEN noch einmal am 9. und 10. April 2022 im Stadthaus Ulm, jeweils um 19 Uhr.  

Karten 14/10 €: 

Reservierung teatrointernational@gmx.de 

und an der Abendkasse
(Teatro International e.V. – Claudia Schoeppl, Künstlerische Leitung)